Allgemeines

Einer leistungsfähigen und intakten Abwasserbeseitigung kommt am größten Trinkwasserspeicher Europas eine besondere Bedeutung zu.
Dieser Bedeutung und Verantwortung ist sich die Stadt Überlingen als Betreiber der öffentlichen Abwasserbeseitigung bewusst. In die Kontrolle, den Ausbau, die Instandhaltung und die Instandsetzung des 125 Kilometer langen Kanalnetzes mit neun Abwasserhebeanlagen und acht Regenrückhalte- und Überlaufbecken fließen jährlich mehrere hunderttausend Euro.
Auch die Kläranlage in Bonndorf, in der das Abwasser der Teilorte Bonndorf und Nesselwangen gereinigt wird, ist Bestandteil der städtischen Abwasserbeseitigung.
Abwasser aus dem Teilort Lippertsreute fließt zur Kläranlage des „Abwasserzweckverband Obere Salemer Aach“ in Frickingen.
Das Abwasser aus der Kernstadt und den restlichen Teilorten fließt zum Klärwerk des „Zweckverband Abwasserbeseitigung Überlinger See“ in Seefelden.
 
Dem „Ufersammler“ verdankt Überlingen seine einladende Seepromenade zwischen Badgarten und Mantelhafen. Vor dem Bau des als Stauraumkanal konzipierten 485 Meter langen Ufersammlers in den Jahren 1971 bis 1975 reichte der Bodensee noch bis zu 2,5 Meter an die Gebäude entlang der Seepromenade heran. Durch den Bau des Ufersammlers vor der alten Ufermauer konnte die Promenade auf mindestens 8,5 Meter verbreitert werden.
Im Ufersammler können ca. 5.000 Kubikmeter Abwasser zurückgehalten und über eine Hebeanlage am Mantelkopf verzögert dem Klärwerk Seefelden zugeleitet werden.
 
Das Foto zeigt die Baustelle in vollem Umfang.
Unten links der Eingang zum Badgarten, oben rechts das Ende des Ufersammlers am Mantelhafen, in der Bildmitte der Landungsplatz.

Luftbild
Luftbild aus 1974 freigegeben vom Regierungspräsidium Südbaden Nr. 38/2137-1